Die Europäische Faulbrut nimmt erneut zu und bereitet den Imkerinnen und Imkern erhebliche Sorgen. Nach zwanzig Jahren ohne Auftreten dieser gefährlichen bakteriellen Seuche wurde sie 2015 an zwei Bienenständen unterhalb der Schneekoppe sowie in Horní Maršov dokumentiert. Es folgten Fälle in den Regionen Liberec und Hradec Králové, wo als notwendige Maßnahme die gesamten befallenen Bienenvölker samt Beuten gemäß den gesetzlichen Vorgaben beseitigt und verbrannt wurden.
Zahlreiche wissenschaftliche Studien bestätigen, dass Pollen eine Schlüsselrolle in der Ernährung der Honigbiene (Apis mellifera) spielt und für ihre Gesundheit unverzichtbar ist. Der regelmäßige Verzehr von Pollen stärkt das Immunsystem der Bienen und erhöht ihre Widerstandskraft gegenüber verschiedenen Krankheiten. Einige Pollenarten wirken jedoch günstiger auf Bienen als andere – abhängig vom Nährstoffgehalt und von pflanzlichen Inhaltsstoffen, die sich je nach botanischer Herkunft des Pollens unterscheiden. Dennoch bleibt die Frage offen, wie sich eine pollenbasierte Ernährung auf die Empfindlichkeit der Bienen gegenüber den Wirkungen von Pestiziden auswirkt.
Ich betreue meine Bienenstände an Standorten, die 7 bis 50 Kilometer voneinander entfernt liegen. Dadurch kann ich Unterschiede zwischen verschiedenen Regionen gut vergleichen. Hier möchte ich meine Erfahrungen und Beobachtungen teilen, die vor allem weniger erfahrenen Imkern helfen können. Methoden wie das Auswaschen von Bienenproben erwähne ich bewusst nicht, da diese Technik nur von einem kleinen Teil der Imker genutzt wird. Mein Ziel ist es, einen einfachen Weg aufzuzeigen, wie man die Population der Varroamilbe zuverlässig unter Kontrolle hält.
Im Rahmen der regelmäßigen Untersuchung des Wintergemülls (als EpM300 bezeichnet) werden unter Imkerinnen und Imkern zunehmend Fragen zur Sinnhaftigkeit und Wirksamkeit dieser Maßnahme laut. Ein Beitrag von Petr Bujnoch in der Zeitschrift Včelařství Nr. 2/2024 hat eine fachliche Debatte zwischen Praktikern und Spezialisten angestoßen. Um die Sicht der imkerlichen Öffentlichkeit besser einzuordnen, bringen wir eine erweiterte Diskussion, in der einzelne Fachleute und Imker ihre Standpunkte teilen. Untersuchung des Gemülls und die Geschichte ihrer Einführung: Ursprünglich diente die Untersuchung des Wintergemülls in den 1980er-Jahren dazu, die Ausbreitung der invasiven parasitischen Milbe Varroa destructor in unserem Gebiet zu verfolgen. Damals lag ein starker Fokus auf der detaillierten Kartierung der Orte, an denen der Parasit erstmals auftrat. Heute ist die Lage jedoch grundlegend anders – die Milbe ist seit langem im gesamten Gebiet der Tschechischen Republik verbreitet.
Warum Drohnenbrut ausschneiden? In der Imkerei zählt die Varroamilbe (Varroa destructor) zu den größten Risiken für die Gesundheit eines Bienenvolkes. Bereits eine einzige Milbe kann innerhalb einer Saison die Zahl ihrer Nachkommen auf mehrere Hundert erhöhen. Das Ausschneiden der Drohnenbrut gehört zu den wichtigsten biotechnischen Maßnahmen, die die Ausbreitung dieses Parasiten im Volk deutlich begrenzen. Wie funktioniert das Ausschneiden der Drohnenbrut? Die Varroamilbe vermehrt sich bevorzugt in Zellen mit Drohnenbrut, weil dort besonders günstige Bedingungen für ihre Entwicklung herrschen. Durch das regelmäßige Entfernen der Drohnenrahmen greifen wir gezielt in den Fortpflanzungszyklus der Milbe ein und reduzieren ihre Gesamtpopulation spürbar.


























































































































































