Kunstschwärme (auch Paketbienen genannt) sind bei Anfänger- wie auch bei fortgeschrittenen Imkern ein immer häufiger verwendeter Begriff. Obwohl in Tschechien lange Zeit die traditionelle Bildung von Ablegern vorherrschte, bieten Kunstschwärme eine Reihe einzigartiger Vorteile – insbesondere im Hinblick auf Krankheitsprophylaxe und allgemeine Sanierungsmaßnahmen im Bienenbestand. Was ist ein Kunstschwarm und worin unterscheidet er sich vom Ableger? Ein Kunstschwarm ist eine Bienenmasse ohne ursprüngliches Wabenwerk – er besteht also ausschließlich aus den Bienen selbst und einer behandelten, in Eiablage befindlichen Königin. In der Regel erhalten die Bienen zudem einen Vorrat an Zuckerlösung. Der Unterschied zwischen Kunstschwarm und Ableger liegt damit vor allem darin, dass der Ableger ausgebaute Waben mit Brut und Vorräten bekommt, während der Kunstschwarm komplett neu auf Mittelwänden aufgebaut wird.
Mit dem Herbst richtet sich der Fokus des Imkers vor allem auf die Vorbereitung der Bienen auf die kalte Winterzeit. Ein wichtiger Bestandteil dabei ist die Kontrolle der Volksstärke und – falls nötig – das Vereinigen schwächerer Ableger, die den Winter allein möglicherweise nicht überstehen würden. Im folgenden Beitrag beleuchten wir die wichtigsten Empfehlungen, wie sich Bienenvölker gerade im Herbst effizient und fachgerecht zusammenführen lassen. Warum sollte man Bienenvölker vor dem Winter vereinigen? Das Zusammenlegen schwächerer Völker zu einer stärkeren Einheit ist ein entscheidender Schritt, damit die Bienen die Winterperiode sicher und möglichst stressarm überstehen. Ein „schwaches Volk“ bedeutet in diesem Zusammenhang nicht zwingend ein krankes Volk oder eines mit starkem Parasitenbefall wie durch die Milbe Varroa destructor, sondern meist Ableger, die zu spät gebildet wurden, oder Völker, die sich aus unterschiedlichen Gründen nicht ausreichend entwickeln konnten.
Die Bildung von Ablegern gehört zu den grundlegenden zootechnischen Maßnahmen in der Imkerpraxis. Ihr Ziel ist nicht nur die Vermehrung des eigenen Bienenbestandes, sondern auch die Begrenzung des Auftretens unerwünschter Parasiten – insbesondere der Milbe Varroa destructor, die die Varroose verursacht. Die geeignetste Zeit für die Ablegerbildung liegt zwischen Mai und Juli, wenn die Natur den Bienen reichlich Pollen und Nektar bietet. Was ist ein Ableger und warum sollte man ihn bilden? Ein Ableger ist ein kleiner Teil eines Ausgangsvolkes und umfasst mehrere Waben mit Bienen, Brut, Vorräten sowie gegebenenfalls der Königin oder Ansätzen von Weiselzellen, aus denen sich die Bienen selbst eine neue Königin nachziehen. Durch die Ablegerbildung fördern wir außerdem die natürliche Erneuerung des Wabenwerks und senken den Varroa-Befall, weil der Brutzyklus der Milben durch die Brutunterbrechung gestört wird.
Die Winterzeit ist für Imkerinnen und Imker eine Schlüsselphase, in der jedes unnötige Öffnen der Beute die Gesundheit und sogar das Überleben des Bienenvolkes spürbar gefährden kann. Die Bienen bilden im Winter eine wärmeregulierende Wintertraube, und jede Störung dieser Stabilität führt zu einer Schwächung sowie zu unnötigen Wärmeverlusten. Was also tun, wenn wir den Zustand im Inneren möglichst genau kennen möchten, ohne den Bienen zu schaden? Eine bewährte Lösung ist die Beurteilung des Volkszustands über die Gemülldiagnose am Beutenboden. Das Beobachten des Bodens ist eine einfache Methode, um in der kalten Jahreszeit die Kondition des Volkes effizient einzuschätzen. Gerade moderne Beuten mit Gitterboden (Varroaboden) und Diagnose-/Kontrolleinlage ermöglichen es, die nötigen Informationen zum Zustand der Bienen unkompliziert zu gewinnen.
Das Öffnen der Beuten und das Arbeiten mit den Waben gehören zu den Grundlagen jeder Imkerei. Wer ein gesundes und ruhiges Bienenvolk führen möchte, sollte diese Tätigkeiten stets ruhig und umsichtig ausführen. Im Folgenden finden Sie praktische Empfehlungen, wie Sie bei der Arbeit am Bienenstock so vorgehen, dass das Volk möglichst wenig Stress hat und Ihre Durchsicht reibungslos sowie effizient verläuft. Vorbereitung und ruhiges Herangehen an die Beute Grundsätzlich gilt: Nähern Sie sich den Beuten ruhig und leise – ohne hastige Bewegungen oder laute Gespräche. Plötzliche Gesten und starker Lärm können die Bienen stressen und unnötig reizen. Ruhiger Umgang und Respekt vor dem Bienenleben sind die Basis einer erfolgreichen Imkerei.


























































































































































