Im vergangenen Jahr habe ich eine für mich neue Methode der Fütterung von Bienenvölkern ausprobiert. Die Inspiration fand ich auf den Webseiten mehrerer russischer Imker, die diese Vorgehensweise beschreiben. Daher habe ich diese Methode für mich als „russische Methode“ bezeichnet. Vielleicht bin ich nicht der Einzige, der sie hierzulande verwendet. In diesem Fall würde ich mich über weitere Anregungen und Erfahrungen freuen.
Jeder Imker weiß, dass Nektar – oder Zuckersirup – für das Überleben der Bienen unerlässlich ist. Die Bienen sind von Natur aus darauf programmiert, Nektar oder andere zuckerhaltige Ersatzstoffe zu sammeln und in den Wabenzellen als Vorrat für den Winter oder Notzeiten einzulagern. Wenn wir jedoch den Honig entnehmen, nehmen wir ihnen diesen Vorrat und müssen ihn deshalb wieder ersetzen – sprich, die Bienen entsprechend zufüttern. Ohne diese Maßnahmen beginnt das Volk zu hungern, es entwickelt sich nicht weiter und stirbt schließlich.
Invertiertes Bienenfutter ist bei uns verhältnismäßig noch eine misstrauisch betrachtete Neuheit. Dies liegt vor allem an mangelnder Aufklärung und einer gewissen Konservativität vieler tschechischer Imker. Obwohl das Argument „im Westen längst üblich“ mittlerweile vielleicht abgedroschen wirken mag, behält es dennoch seine Gültigkeit.
Mit dem Westen sind vor allem die umfangreichen Erfahrungen und Langzeituntersuchungen großer Imkereibetriebe in Deutschland gemeint, die durch Laboranalysen unterstützt werden. Dort gilt die klassische Zuckerfütterung sowie das Verfüttern anderer Lösungen und Teige mittlerweile als vollkommen überholt. Werfen wir also einen genaueren Blick auf invertiertes Bienenfutter.
Imker füttern ihre Bienenvölker grundsätzlich nur in zwei Fällen, ansonsten sind die Bienen selbstständig und sorgen eigenständig für ihren Nahrungsvorrat.
Eine notwendige Auffütterung der Bienenvölker erfolgt im Herbst zur Vorbereitung auf den Winter, da den Bienen im Laufe des Jahres fast alle natürlichen Vorräte bei der Honigernte entnommen worden sind. Zusätzlich kann es gelegentlich erforderlich sein, im Laufe der Saison die Bienen ergänzend zu füttern, beispielsweise bei der Bildung neuer Ableger, bei Krankheiten und in ähnlichen Situationen.


























































































































































